Freemann FDP: Wer mehr Trinkwasserbrunnen fordert, muss auch sagen, wer sie bezahlt
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Zu den Forderungen der Bremer Grünen nach einem schnelleren Ausbau der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Bremerhaven erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP-Stadtverordnetenfraktion, Bernd Freemann:
„Natürlich sind Trinkwasserangebote in Zeiten zunehmender Hitze sinnvoll. Darüber gibt es überhaupt keinen Streit. Wer an einem heißen Sommertag in der Stadt unterwegs ist, soll unkompliziert Zugang zu Trinkwasser haben.
Die Grünen machen es sich allerdings zu einfach. Es reicht nicht, immer neue Forderungen aufzustellen und gleichzeitig auszublenden, wer die Kosten am Ende tragen soll.
Bremerhaven steht unter erheblichen Sparauflagen des Landes Bremen. Von unserer Stadt werden Einsparungen in Millionenhöhe verlangt. Gleichzeitig kommen aus dem Land immer neue Erwartungen und Wünsche. Das passt nicht zusammen.
Wenn die Grünen mehr Trinkwasserbrunnen fordern, dann sollten sie sich zunächst dafür einsetzen, dass das Land nicht nur die Anschaffung finanziert, sondern auch die laufenden Kosten übernimmt. Denn genau diese Folgekosten bleiben häufig bei den Kommunen hängen.
Wir unterstützen den Ansatz, zusätzliche Trinkwasserzapfstellen an städtischen Gebäuden zu prüfen. Das ist ein vernünftiger und wirtschaftlicher Weg. Gleichzeitig gibt es bereits Refill-Stationen in Bremerhaven, die kostenlos Trinkwasser anbieten und Teil der Versorgung sind.
Entscheidend ist nicht, möglichst schnell eine bestimmte Anzahl von Brunnen aufzustellen. Entscheidend ist, dass die Menschen dort Zugang zu Trinkwasser haben, wo es tatsächlich benötigt wird, und dass die Lösungen dauerhaft finanzierbar bleiben.
Wer Bremerhaven zum Sparen verpflichtet, sollte nicht so tun, als gäbe es bei neuen Forderungen keine Kostenfrage.“