Medizinische Versorgung am Klinikum Reinkenheide wird schrittweise weiterentwickelt

Am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide sind in den vergangenen Monaten wichtige Schritte zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung umgesetzt worden. Mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst und der neuen Hausarztpraxis am Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) am Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide wurden Strukturen geschaffen, die einen Beitrag zur Abmilderung des Ärztemangels leisten, die Patientensteuerung verbessern und die Notaufnahme entlasten sollen. Die Hausarztpraxis am MVZ stärkt die hausärztliche Versorgung in Bremerhaven und hilft zugleich, Patientinnen und Patienten im Klinikum gezielter zu lenken.
Die Koalitionsfraktionen begrüßen ausdrücklich die Ansiedlung der neuen Hausärztin am MVZ als wichtigen Schritt zur Stabilisierung der hausärztlichen Versorgung und zur Entlastung der Notaufnahme.

Die gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen von SPD, CDU und FDP stellen klar: Ein Integriertes Notfallzentrum besteht weiterhin nicht. Bereitschaftsdienst und Notaufnahme arbeiten bereits eng zusammen. Für ein Integriertes Notfallzentrum muss jetzt auch die Hausarztpraxis systematisch eingebunden werden und verbindliche gemeinsame Abläufe zwischen Bereitschaftsdienst, hausärztlicher Versorgung und Notaufnahme geschaffen werden.

Jörn Hoffmann (SPD): „Für die Patientinnen und Patienten ist entscheidend, dass sie schneller an die richtige Stelle kommen. Mit dem Bereitschaftsdienst am Klinikum und der neuen Hausarztpraxis verbessern wir die Orientierung und entlasten die Notaufnahme spürbar.“

Bernd Freemann (FDP): „Wir haben von Anfang an gesagt, dass bessere Versorgungsstrukturen nur schrittweise entstehen können. Ein Integriertes Notfallzentrum ist das noch nicht, aber es ist ein sinnvoller und notwendiger Zwischenschritt.“

Günna Dertwinkel (CDU): „Diese Entwicklung ist Ergebnis konkreter Arbeit. Dr. Thomas Brin und Muhittin Yilmaz als gemeinsame ärztliche und kaufmännische Leitung des MVZ haben die Gespräche geführt und die Ansiedlung von Frau Dr. Fränzle als neuer Hausärztin ab April vorbereitet. Dafür gilt ihnen ebenso wie der Geschäftsführung des Klinikums und der Kassenärztlichen Vereinigung ausdrücklich Dank.“

Die Koalitionsfraktionen werden die weitere Entwicklung begleiten. Unser Ziel bleibt die Umsetzung eines Integrierten Notfallzentrums. Damit soll die Notaufnahme entlastet werden, die am Limit arbeitet, weil fehlende Steuerung im System zu einer dauerhaften Überlastung geführt hat. Zugleich geht es darum, die Übergabe der Patientinnen und Patienten vom Rettungsdienst an die Notaufnahme zu beschleunigen, unnötige Wartezeiten zu verkürzen und den Rettungsdienst schneller wieder für neue Einsätze verfügbar zu machen.